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Zinseszinsrechner

Aktualisiert: 06. August 2026

Mit dem Zinseszinsrechner siehst du in Sekunden, wie sich Startkapital, Sparrate und Rendite über die Jahre zu echtem Vermögen entwickeln können. Nutze den Rechner, um verschiedene Szenarien und Annahmen für Tages- und Festgeld komfortabel zu berechnen.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, wie der Zinseszinseffekt tatsächlich funktioniert oder welche Steuern auf deine Kapitalerträge anfallen können, findest du am Ende des Artikels Links zu passenden Beiträgen.

Die Berechnung dient ausschließlich zur Orientierung und ersetzt keine steuerliche Beratung. Sie basiert auf den derzeit geltenden steuerlichen Regelungen in Deutschland und geht davon aus, dass diese über die gesamte Laufzeit unverändert bleiben. Die tatsächliche Steuerbelastung kann je nach persönlicher Situation und zukünftigen gesetzlichen Änderungen abweichen.

Der Rechner stellt außerdem keine Anlageberatung oder Handlungsempfehlung dar, sondern dient ausschließlich informativen Zwecken.

Zinseszinsrechner für Tages- und Festgeld

Der Betrag, mit dem dein Tagesgeld- oder Festgeldkonto beginnt. Er bildet die Grundlage für die Verzinsung während der gewählten Laufzeit.
Der Betrag, den du jeden Monat zusätzlich auf das Konto einzahlst. Regelmäßige Einzahlungen erhöhen langfristig das Guthaben und profitieren vom Zinseszinseffekt.
Der angenommene jährliche Zinssatz deines Tagesgeld- oder Festgeldkontos.
Legt fest, wie oft die Zinsen deinem Guthaben gutgeschrieben und versteuert werden. Bleiben die Zinsen auf dem Konto, können häufigere Gutschriften durch den früher einsetzenden Zinseszinseffekt einen kleinen Vorteil bringen. Werden die Zinsen ausgezahlt, kann der Effekt umgekehrt sein, da diese nicht weiter mitverzinst werden. Der Rechner unterstellt unabhängig von der gewählten Gutschrift eine monatliche Verzinsung. Je nach Bank können die tatsächlichen Berechnungsintervalle abweichen. Der Rechner geht davon aus, dass Zinsen entsprechend der gewählten Gutschrift auch steuerlich zufließen - bei manchen Festgeldprodukten mit Zinszahlung erst am Laufzeitende kann der tatsächliche steuerliche Zufluss abweichen.
Die Laufzeit bestimmt, wie lange das Guthaben verzinst wird. Steuern auf Zinserträge werden entsprechend der gewählten Zinsgutschrift bereits während der Laufzeit berücksichtigt.
Legt fest, ob die gutgeschriebenen Zinsen auf dem Konto bleiben und weiter mitverzinst werden (Zinseszinseffekt), oder ausgezahlt werden. Bei Auszahlung wächst das Guthaben nur noch durch deine Einzahlungen, nicht durch die Zinsen selbst. Standardmäßig bleiben die Zinsen auf dem Konto.

Erweiterte Optionen

Der jährliche Freibetrag für Kapitalerträge. Bis zu diesem Betrag fallen keine Steuern auf Kapitalerträge an. Der Rechner berücksichtigt den eingetragenen Wert für jedes Jahr erneut. Nicht genutzte Beträge werden nicht in Folgejahre übertragen.
Legt fest, ob zusätzlich zur Kapitalertragsteuer und zum Solidaritätszuschlag Kirchensteuer berücksichtigt werden soll.
Erhöht die monatliche Einzahlung jedes Jahr automatisch um den unten angegebenen Prozentsatz. So lassen sich beispielsweise höhere Einzahlungen nach Gehaltssteigerungen berücksichtigen.
Legt fest, um wie viel Prozent die Einzahlung jedes Jahr erhöht wird, wenn die jährliche Anpassung aktiviert ist.
Zeigt zusätzlich den heutigen Kaufwert deines zukünftigen Vermögens. So lässt sich der Einfluss der Inflation besser einschätzen.
Die angenommene durchschnittliche jährliche Inflationsrate. Sie wird ausschließlich zur Berechnung der heutigen Kaufkraft des Endvermögens verwendet.

Wie du die oben angezeigten Ergebnisse richtig interpretierst

Ergebnis: Guthaben am Ende (netto)

Zeigt dein Kontoguthaben am Ende der Laufzeit nach Abzug aller während der Laufzeit angefallenen Steuern. Ist die Option „Zinsen auszahlen lassen“ aktiv, wächst dieser Betrag nur noch durch deine Einzahlungen, da die Zinsen das Konto laufend verlassen.

Ergebnis: Zinsen gesamt (netto)

Zeigt deinen gesamten Zinsertrag nach Steuern – unabhängig davon, ob dieser noch im Guthaben steckt oder bereits ausgezahlt wurde. Damit siehst du auf einen Blick, wie viel mehr du am Ende hast, als du selbst eingezahlt hast.

Ergebnis: Gezahlte Steuern (gesamt)

Zeigt die insgesamt über die gesamte Laufzeit angefallene Steuerlast. Berücksichtigt werden:

  • Kapitalertragsteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • optional Kirchensteuer
  • der von dir eingetragene Sparer-Pauschbetrag, der jedes Jahr erneut zur Verfügung steht

Detail: Einzahlungen

Zeigt, wie viel Geld du insgesamt selbst eingezahlt hast. Dabei werden Startkapital und monatliche Einzahlungen berücksichtigt.

Detail: Zinsen brutto (gesamt, vor Steuern)

Zeigt deinen gesamten Zinsertrag, bevor die darauf entfallende Steuer abgezogen wird.

Detail: Zinsen netto (gesamt)

Zeigt denselben Zinsertrag nach Abzug der Steuer – entspricht dem Wert aus der Ergebniskarte oben.

Detail: Davon ausgezahlt (netto, gesamt)

Erscheint nur, wenn „Zinsen auszahlen lassen“ aktiviert ist. Zeigt die Summe aller Zinsen, die dir bereits während der Laufzeit nach Steuern ausgezahlt wurden. Diese Beträge sind nicht mehr Bestandteil des Kontoguthabens.

Detail: Davon im Guthaben verblieben (netto)

Erscheint ebenfalls nur bei aktivierter Auszahlung. Zeigt den Anteil der Nettozinsen, der auf dem Konto geblieben ist, statt ausgezahlt zu werden.

Detail: Guthaben brutto (ohne Auszahlungen)

Zeigt, wie sich dein Guthaben entwickeln würde, wenn keine Steuern anfallen und alle Zinsen ohne Entnahme auf dem Konto bleiben. Dieser Wert dient ausschließlich als Vergleichsgröße, um den Effekt von Steuern und einer möglichen Zinsauszahlung sichtbar zu machen.

Detail: Gesamtvermögen netto (Guthaben + Auszahlungen)

Erscheint nur bei aktivierter Auszahlung. Zeigt die Summe aus verbliebenem Kontoguthaben und den bereits erhaltenen Zinsauszahlungen – also dein gesamtes Vermögen nach Steuern in dieser Modellrechnung, unabhängig davon, ob es noch auf dem Konto liegt oder bereits ausgezahlt wurde.

Detail: Inflationsbereinigtes Guthaben (netto)

Erscheint nur, wenn die Inflationsbereinigung aktiviert ist. Zeigt, welche Kaufkraft dein Guthaben nach Steuern am Ende der Laufzeit auf dem heutigen Preisniveau hätte.

Diagramm

Das Diagramm zeigt die Entwicklung über die gesamte Laufzeit:

  • Guthaben nach Steuern – dein Kontoguthaben in dieser Modellrechnung
  • Guthaben ohne Steuern und Auszahlungen – reine Vergleichskurve
  • Einzahlungen
  • bei aktivierter Auszahlung zusätzlich: Gesamtvermögen (Guthaben + ausgezahlte Zinsen)

So wird sichtbar, wie stark sich langfristig der Unterschied zwischen eigenen Einzahlungen und erwirtschafteten Zinsen entwickelt.

Häufig gestellte Fragen

Wie stark wirkt sich die monatliche Einzahlung über lange Zeiträume aus?

Die monatliche Einzahlung ist neben dem Zinssatz der wichtigste Hebel für dein Endvermögen. Jede zusätzliche Einzahlung wird ab dem Zeitpunkt ihres Eingangs selbst mitverzinst – je früher und regelmäßiger du einzahlst, desto mehr Zeit hat der Zinseszinseffekt zu wirken.

Was bedeutet die "Zinsgutschrift" und beeinflusst sie das Ergebnis?

Sie legt fest, wie oft die Zinsen deinem Guthaben gutgeschrieben und versteuert werden. Bleiben die Zinsen auf dem Konto, können häufigere Gutschriften durch den früher einsetzenden Zinseszinseffekt einen kleinen Vorteil bringen. Werden die Zinsen ausgezahlt, kann der Effekt umgekehrt sein, da sie dann nicht weiter mitverzinst werden. Der Rechner unterstellt unabhängig von der gewählten Gutschrift eine monatliche Verzinsung – je nach Bank können die Berechnungsintervalle in der Praxis abweichen.

Was passiert, wenn ich "Zinsen auszahlen lassen" aktiviere?

Die Zinsen werden dann nicht mehr auf dem Konto belassen, sondern nach Steuern laufend ausgezahlt. Dein Kontoguthaben wächst in diesem Fall nur noch durch deine eigenen Einzahlungen, nicht mehr durch Zinseszins. Die ausgezahlten Beträge werden dir separat als „Davon ausgezahlt“ sowie im „Gesamtvermögen“ ausgewiesen. Standardmäßig bleiben die Zinsen auf dem Konto und werden weiter mitverzinst.

Wie funktioniert der Sparer-Pauschbetrag im Rechner?

Trag den Betrag ein, der dir noch zur Verfügung steht. Bis zu dieser Höhe fallen keine Steuern auf Kapitalerträge an. Jedes Jahr steht dir dieser Pauschbetrag von Neuem zur Verfügung – ein nicht genutzter Rest wird aber nicht ins nächste Jahr übertragen, sondern verfällt zum Jahresende.

Warum kann ich nur die Kirchensteuer auswählen?

Kapitalertragsteuer (25 %) und Solidaritätszuschlag berücksichtigt der Rechner automatisch bei jeder Berechnung, unabhängig von deiner Auswahl. Die Kirchensteuer ist die einzige Komponente, die nicht für jeden gilt – deshalb kannst du hier nur festlegen, ob sie zusätzlich mit einberechnet werden soll und mit welchem Satz.

Wie wirkt sich die jährliche Erhöhung der Einzahlung aus?

Sie simuliert z. B. Gehaltssteigerungen: Bei 200 € Start-Einzahlung und 3 % jährlicher Steigerung steigt der Betrag von Jahr zu Jahr leicht an (Jahr 2: ca. 206 €, Jahr 3: ca. 212 € usw.) – über lange Laufzeiten kann das spürbar mehr Endvermögen bedeuten.

Gilt der Rechner für Tagesgeld und Festgeld gleichermaßen?

Grundsätzlich ja, mit einer Einschränkung: Der Rechner geht davon aus, dass Zinsen entsprechend der gewählten Gutschrift auch steuerlich zufließen. Bei Tagesgeld ist das in der Regel realistisch. Bei manchen Festgeldprodukten werden Zinsen dagegen erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt – der tatsächliche steuerliche Zufluss kann dann von der im Rechner gewählten Gutschrift abweichen.

Warum sollte ich das Ergebnis zusätzlich inflationsbereinigt betrachten?

Weil Geld über lange Zeiträume an Kaufkraft verliert. 50.000 € in 30 Jahren sind bei 2 % Inflation real deutlich weniger wert als 50.000 € heute. Die Inflationsbereinigung zeigt dir, wie viel dein Endvermögen zum heutigen Preisniveau wert wäre.

Nützliche Tools

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Vertiefende Beiträge

Wie der Zinseszinseffekt deinen Vermögensaufbau beschleunigen kann: 

→ Zinseszinseffekt einfach erklärt – warum Zeit der entscheidende Faktor ist

Mehr zum Thema Reinvestition und Vermögensaufbau:

→ Dividenden reinvestieren – warum Wiederanlage langfristig so wirkungsvoll ist

Der Zinseszinseffekt baut dein Vermögen auf. Die Inflation baut es gleichzeitig wieder ab. Wer nur das eine kennt, versteht den Vermögensaufbau nur zur Hälfte.

→ Inflation einfach erklärt: Der schleichende Kaufkraftverlust

Damit du möglichst viel von deinen Zinsen und Dividenden für Reinvestitionen behalten und gleichzeitig deine Steuerlast reduzieren kannst, findest du hier den passenden Artikel. 

→ Kapitalertragsteuer und Freistellungsauftrag einfach erklärt

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